Über Uns

Die Bürgerinitiative Cattenom Non Merci stellt sich vor.

Schon 1976 engagierten sich einige von uns in einem Zusammenschluss aktiver Bürger/Innen gegen den Bau eines Atomkraftwerkes, dass auf der „Schengener Wiss“ zwischen Schengen und Remerschen (Luxemburg) gebaut werden sollte. Unser jahrelanger Protest führte dazu, dass Luxemburgs damalige Regierung 1979 einen Dekret gegen den AKW – Bau „Schengener Wiss“ verabschiedete. Das AKW „Schengener Wiss“ wurde nicht auf dem Gelände gebaut und wurde noch einige Jahre durch einen kreativ bemalten ausrangierten Eisenbahnwaggon „verziert“.

Grund zur Freude!

Es war ein Riesenerfolg udn zugleich eine Rießenfreude, dass der AKW Bau in Remerschen auf der Schengener Wiss“ nicht realisert wurde. Während der gleichen Zeit begann Frankreich im Ort Cattenom mit der Bau-Planung des AKWs Cattenom. Seit Beginn der Bauplanungen des AKW Cattenom (EDF Betreiber) bis Mitte der 1990er Jahre leisteten im französischen, luxemburgischen, deutschen und insbesondere im saarländischen Umland, bei der Cattenom Baustelle, in Thionville, Saarbrücken und Trier unzählige Menschen (Deutsche, Luxemburger, Franzosen) immer wieder Widerstand.

Dem Widerstand wurden durch die noch geschlossenen Grenzen fast unüberwindbare Hindernisse gesetzt; teilweise blockierten Polizisten mit Wasserwerfern und Mgs zwischen Frankreich – Luxemburg und Deutschland die Landesgrenzen. Hin und wieder gelang es uns über Schleichwege bis zur Cattenom – Baustelle durch zu drängen, um dort gegen den Bau zu protestieren.

Die Produktionseinheit 1 im AKW Cattenom ging am 13.11.1986 ans Netz – obwohl sich am 26. April 1986 die nukleare Katastrophe in Block 4 im AKW Tschernobyl ereignete. Die Produktionseinheit 2 ging am 17.09.1987, Produktionseinheit 3 ging am 06.07.1990 und Produktionseinheit 4 ging am 27.05.1991 ans Netz.

Während den ganzen Jahren drangen immer wieder beängstigende Meldungen über Störfälle aus den Atomanlagen Cattenom, die wir dokumentiert haben.

Weiterhin Zuschauen? Nein; deswegen gründete Ute Schlumpberger Anfang August 2009 mit einigen Gleichgesinnten die Bürgerinitiative Cattenom Non Merci, in etz „Wir wollen; dem gefährlichen Treiben in den Cattenom Anlagen nicht weiterhin zuschauen; – die besorgten Anwohner in der Saar/Lor/Lux Region über die Ereignisse im AKW Cattenom aufklären, da auch sie sich Sorgen um ihre Gesundheit, Umwelt sowie Zukunft machen; wir akzeptieren nicht weiterhin, dass die Politiker weiterhin tatenlos zusehen udn nichts konkretes gegen die Risikomeiler Cattenom unternehmen; wir wollen gegen den Weiterbetreib der Cattenom Risikomeiler protestieren und die Störfälle dokumentieren und veröffentlichen und uns in einer starken und aktiven Gemeinschaft dafür einsetzen, dass das AKW Cattenom schnellstmöglich aus sicherheitsrelevanten Gründen unumkehrbar abgeschaltet wird“..

Bereits im September 2009 fand nach jahrelangem Proteststillstand die erste grenzübergreifende Demo auf der Schengener Brücke (Grenze Luxemburg, Deutschland) zwischen Perl und Schengen statt. Bei dieser Demo wurden die Kühltürme des AKW Cattenom von der „Perler Höhe“ „bestrahlt“. Bereits nach der ersten Demo schlossen sich uns unzählige Bürger*Innen an. Ein paar Wochen später haben die EDF Betreiber mitgeteilt, dass man sich transparenter zeigen will und haben Anfang 2010 begonnen, die meldepflichtigen Störfälle und Ereignisse auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen.

Wir organisieren und realisieren seit 2009 grenzübergreifende Anti Cattenom Demos im Dreiländereck Perl, in Schengen (L) oder Remich (L); in Metz(F) & Strasburg, sind Mitbegründer verschiedener Aktionsgemeinschaften.

Wir tragen unsere Proteste mit vielen verschiedenen Aktionen in die Öffentlichkeit: z.B. immer wieder in offenen Briefen sowie Petitionen, an verschiedene Politiker*Innen auf Länder – Bundes und – EU Ebene, in denen wir z.B. auf die sicherheitrelevante Bedenken oder die Gefährlichkeit u.v.m. des Atomkraftwerks Cattenom hinweisen; wir hielten einen Vortrag vor Politikern und Experten mit der EU Initiative >Nucleary Transparency Watch< über den katastrophalen Katastrophenschutz & die Rettungspläne des Saarlandes, der der EU Kommission vorgelegt wurde; wir fordern immer wieder mündlich, aber auch schriftlich die sofortige Schließung der Atomanlagen Cattenom sowie eine grenzübergreifende Umweltverträglichkeitsprüfung in den Cattenom Anlagen ein.

Sicherheit im AKW Cattenom?

Ein Bi-Mitglied ist im Aug. 2009 gemütlich und ohne von einem der Cattenom Arbeiter oder vom Sicherheitsperonal der Cattenom Anlagen angehalten oder angesprochen worden zu sein, durch den Haupteingang der Cattenom Anlagen geschreitet, hat ebenso gemütlich einen Spaziergang durch die gesamte Cattenom Anlagen getätigt. Unser Bi-Mitglied hat sodann provokant einen Mitarbeiter vom Anlagen-Personal nach dem Weg zum Direktionsgebäude gefragt und wurde von diesem Mitarbeiter dorthin begleitet. Alle Arbeiter haben unser BI-Mitglied äußerst freundlich begrüßt. Niemand hat gefragt, wer unser Bi-Mitglied sei. Auch im Direktionsgebäude wurde unser Bi-Mitglied von einer Sekretärin erst einmal überaus freundlich begrüßt. Der damalige Direktor der Anlage, Dupre La Tour erschien nach kurzer Zeit in der Empfangshalle des Direktionsgebäudes und fragte unser Bi-Mitglied, wer sie sei, was sie wolle und wie sie in die Anlagen gekommen sei. Unser Bi-Mitglied beantwortete die Fragen des Direktors, der daraufhin vehement bestritt, dass es unserem Bi-Mitglied möglich gewesen sei, unbemerkt durch den Haupteingang und genauso unbemerkt durch die Anlagen zu spazieren. Späterhin haben die EDF Betreiber sogar Medial dargelegt, dass unser BI-Mitglied niemals die Cattenom Anlagen betreten habe. 

Wir fordern:

  • dass grenzübergreifende konkrete Verhandlungen mit Frankreich bzgl. der Cattenom Anlagen aufgenommen und vorangetrieben werden, um eine zeitnahe (noch besser, die sofortige) Schließung der Risikomeiler Cattenom zu erlangen;
  • das in der Zwischenzeit bis zur Realisierung dieser Verhandlungen eine grenzübergreifende Umweltverträglichkeitsprüfung in den Cattenom Anlagen in die Wege geleitet und durchgeführt wird (die Beteiligung der Öffentlichkeit ersetzt keine grenzübergreifende Umweltverträglichkeitsprüfung);
  • dass konkrete Verhandlungen geführt werden, um Konzepte zum Ausgleich der fehlenden Stromkapazitäten durch Erneuerbare Energien zwischen Deutschland und Frankreich auszuarbeiten; falls notwendig muss Frankreich technische Hilfen und finanzielle Anreize angeboten werden, um Erneuerbare Energien auszubauen, um somit zeitnah auf die Stromerzeugung durch Erneuerbare umsteigen zu können; 
  • die Schließung aller Atomanlagen auf EU Ebene;
  • das eine grenzübergreifende Umweltprüfung für das atomare Endlage in Bure/Lothringen (F) in die Wege geleitet und durchgeführt werden muss.

Wir engagieren uns:

  • dass das AKW Cattenom schnellstmöglich aus sicherheitsrelevanten Gründen unumkehrbar abgeschaltet wird;
  • mit dem Widerstandshaus in Bure „Bure Zone Libre“ gegen das frz. Endlagerprojekt Bure/Lothringen;
  • für eine dezentrale ökologische Energiewende;

Wir agieren:

  • mit unzähligen AntiAtom-Friedens-Umweltschutz-Initiativen – und Vereinen auf EU Ebene;

Um noch stärker zu agieren, haben wir Anfang 2011 mit unzähligen Bürgern*Innen, AntiAtomInitiativen, Umweltschutzverbänden, Parteien die regionale Aktionsgemeinschaft gegen Cattenom (IAC) wiederbelebt.

Alle wissen Bescheid

Seit 2009 bis heute machen wir das Atomkraftwerk Cattenom mitsamt den unzähligen sehr beunruhigenden Ereignissen und sicherheitrelevanten Bedenken durch verschiedene Proteste, unzählige offene Briefe an verschiedene Politiker auf Länderebene im Saarland & Rheinland-Pfalz, an die Bundesregierung sowie bei der EU bekannt; aber auch durch Petitionen an Politiker*Innen. 


Unsere Aktionen & Gemeinschaftsaktionen im Überblick

13. Sept. 2009 Grenzüberschreitende Demo auf der Schengener Grenzbrücke bei Perl im Dreiländereck

18. Sept. 2010 Grenzüberschreitende Demo Dreiländereck Perl auf der großen Wiese neben der Schengener Grenzbrücke

26. März 2011 Grenzüberschreitende Demo in Perl beim Kreisverkehr an der Schengener Grenzbrücke gegen das AKW Cattenom

2011 fanden nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima mehrere Anti Atomkraft Demos in dem Gemeinschaftsbündnis Anti Atomkraftbündnis Saar (AABS) in Saarbrücken statt (Frauenverband Courage, BUND Saar, Bürgerinitiative Cattenom-Non-Merci, MLPD Saarbrücken, DKP Saarbrücken und weiteren Initiativen)

25. April 2011 Großdemo vor dem AKW Cattenom zum Tschernobyl Jahrestag an der sich mehr als 5000 Teilnehmer einfanden. Gemeinsame Organisation in der kurz vorher gegründeten Interregionalen Aktionsgemeinschaft gegen Cattenom (IAC)

28. Mai 2011 Grenzüberschreitende Demo in Perl beim Kreisverkehr an der Schengener Grenzbrücke mit einer Menschenkette über die Schengener Grenzbrücke bis zur Französischen & Luxemburger Grenze für die Schließung des AKW Cattenom

11. Juni 2011 Mobilisierungskampagne sowie aktive Unterstützung an einer Anti AKW Großdemo in Paris

02. August 2011 Mobilisierungskampagne sowie aktive Unterstützung der Protestaktion vor der IHK in Saarbrücken gegen die Subventionierung von Angra 3 in Brasilien

17. September 2011 Demo im Dreiländerck Perl mit Demomarsch über die Schengener Grenzbrücke nach Schengen und zurück

24. Nov. 2011 Mobilisierungskampagne sowie aktive Unterstützung an der Südblockade Berg, Pfalz gegen Castortransport

25. Nov.2011 Anti Castor Mahnwache in Neunkirchen, danach in Metz

11. März 2012 Tschernobyl, Fukushima, Cattenom? Grenzüberschreitende Großdemo gegen das AKW Cattenom in Schengen (Luxembourg) mit Demomarsch über die Schengener Grenzbrücke nach Deutschland sowie über die französische Grenze.

23 März 2012 – Kanzlerin Merkel in Dillingen im Lokschuppen. Wir machen Frau Merkel lautstark darauf aufmerksam, dass es ihre Pflicht ist, sich in die Energiepolitik anderer Länder einzumischen und sich für die Schließung der Pannenmeiler Cattenom einzusetzen. Wir übergeben einen offenen Brief mit unserer Forderung mit 600 Unterschriften von besorgten Bürgern / Innen

27. April 2012 Anti Cattenom / Anti Bure Demo in Metz unter dem Motto:  TSCHERNOBYL – FUKUSHIMA; nie mehr wieder , Gemeinschaftsaktion mit dem Internationalen Aktionsbündnis gegen Cattenom (IAC) und Sortons Du Nucléaire

22. Sept. 2012 OCCUPY – NO – NUKE CATTENOM. Protest vor dem Rathaus im Ort Cattenom mit den Marschierenden „Kollektivum der Strahlenerkrankten“ vor dem Rathaus in Cattenom.

09. März 2013 Organisation eines Bustransfers zur Anti Atom Menschenkette nach Paris. 120 Teilnehmer / Innen aus dem Saarland fuhren gemeinsam in 2 Bussen nach Paris, um sich mit mehr als 20000 Menschen in einer Menschenkette gegen Atomkraft zusammen zu schliessen. 

11. März 2013 Mahnwache für die Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima in Saarbrücken in der Bahnhofstraße, Höhe Thalia-Buchhandlung mit dem AntiAtomkraftBündnissSAAR ( AABS)

Juni 2013 Protestaktion & Interview mit dem ZDF auf dem Parkplatz vor dem See Mirgenbach beim AKW Cattenom

14. Sept. 2013 Tschernobyl – Fukushima – Cattenom? Grenzüberschreitende Demo in Metz auf dem Place de Republique, mit Demomarsch durch die Innenstadt Metz in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Aktionsbündnis gegen Cattenom (IAC) und Sortons Du Nucléaire unter dem Motto: „CATTENOM NON MERCI“ auf dem Place de la Réplublique mit Demozug durch die Metzer Innenstadt.

17. Mai 2014  „Runder Tisch Cattenom in Remerschen (Luxemburg) auf Einladung der europäischen Organisation Nuclear Transparency Watch zu Katastrophenschutz des Kreises Merzig Wadern im Falle eines GAUs im AKW Cattenom – „Katastrophenschutz aus Sicht der Öffentlichkeit“. Ute Schlumpberger trug den Report über den katastrophalen Katastrophenschutz des Kreis Merzig – Wadern vor  Die Zusammenfassung wurde der EU-Kommision vorgelegt. Mitorganisatoren und Mitveranstalter des Runden Tisch Cattenom waren Ute Schlumpberger (Cattenom Non Merci), Brigitte Artmann (Stoppt Temelin) und Roger Spautz aus Luxemburg. Selbst die neutrale europäische Organisation Nuclear Transparency ist der Überzeugung, dass ein effektiver grenzübergreifender Katastrophenschutz für das Atomkraftwerk Cattenom nicht möglich ist.

08. März 2014 Mahnwache Cattenom Non Merci – Fukushima mahnt in Perl

27. September 2014 Grenzüberschreitende Demo in Metz in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Aktionsbündnis gegen Cattenom (IAC) und Sortons Du Nucléaire unter dem Motto: „CATTENOM NON MERCI“ auf dem Place St. Louis

15. Nov. 2014 Anti Atomkraft Demo im Kreisverkehr Perl unter dem Motto: CATTENOM NON MERCI – es reicht, Cattenom sofort und unumkehrbar schließen

14. März 2015 Fukushima Mahnwache in Perl mit Anti Atommarsch

07. Juni 2015 – 100000 Schritte in Bure. Mobilisierungskampagne sowie Unterstützung an der Großdemo gegen das zukünftige Atomklo in Bure (F)  Aktiv-Wanderung von verschiedenen Standpunkten nach Bure.

05. Juni 2016 – 200 000 Schritte in Bure, Mobilisierungskampagne sowie Unterstützung an der Großdemo gegen das geplante Atomklo im französischen Bure.

22. Nov. 2016 Treffen & Gespräche mit den EU Abgeordneten in Strasburg. Eine grenzübergreifende Delegation von vier Persoenen aus Frankrecih und Deutschland trafen sich zu Anti Atomaren Gesprächen mit mehreren Abgeordneten des Europaparlaments in Straßburg. “ Déi Gréng“ Claude Turmes aus Luxemburg, Vorsitzender der Linkspartei Parti de Gauche Jean-Luc Mélenchon aus Frankreich, EU-Abgeordnete Europe Écologie-Les Verts Michèle Rivasi

11. März 2017: Internationale Anti Atom Demo in Strasburg auf dem Place Adrien Zeller (organisiert in der grenzüberschreitenden Gemeinschaft „Grand Est“, die sich aus verschiedenen Initiativen und Vereinen aus Frankreich & Deutschland zusammen setzt)

10.03.2018 Unsere europaweite Brücken Aktion & offener Brief an die ASN – unsere Petition bei Change.org

Nov. 2018: Unterstützer des Positionspapier der „Atommüllkonferenz“ vom 06. Nov. 2018 Wir unterstützen das Positionspapier „Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle“, das im Rahmen der Atommüllkonferenz, einem regelmäßigen bundesweiten Treffen von Initiativen, Umweltverbänden und kritischen Wissenschaftler/Innen erarbeitet und am 6. November 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Das Papier ist kein Plädoyer für eine dauerhafte Oberflächenlagerung hoch radioaktiver Abfälle. Auch bis zur Beendigung der Oberflächenlagerung müssen die Abfälle jedoch so sicher wie möglich gelagert werden.

20. Aug. 2018 Kampagnenstart Ausstieg aus dem Euratom Vertrag, respektive einen zukunftsorientierten Vertrag auszuarbeiten. Unterstützeraufruf an Anti-Atom & Umweltinitiativen.

18.Dez.2018: Start unserer Petition > [Br] Exit #EURATOM Vertrag <
change.org/euratom
Wir fordern Frau Bundeskanzlerin Merkel, dass Sie als Mitglied auf die EURATOM-Kommission positiv einwirke, um die Aufhebung des EURATOM Vertrages herbei zu führen oder einen zukunftsorientierten Vertrag auszuarbeiten, indem vorrangig die Entwicklung der Erneuerbaren sowie auch der Ausbau und die Forschung der Erneuerbaren sowie in deren Erforschung und Verbesserung der Speichermöglichkeiten gefördert wird.  

Wir machen weiter!!

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